9. Bundesweite Fachtagung Versorgungstechnik
Energiewende mit Mikro-KWK – Herausforderung für das Fachhandwerk und die Berufsbildung

Zielsetzungen

Die Tagung wird zum Thema „KWK-Technik“ sowohl die fachlichen Inhalte darstellen, als auch die methodisch-didaktischen Aspekte der Aus- und Weiterbildung präsentieren.

Der Tagungsablauf besteht aus Vorträgen, die die gegenwärtige Situation der Kraft-Wärme-Kopplung beschreiben und die perspektivische Entwicklung skizzieren. Die Referenten geben einen Überblick zum Entwicklungsstand und zur Verfügbarkeit der Produkte und stellen konkrete, praktische Anwendungsbeispiele vor. Behandelt werden aber auch planerische, technische und wirtschaftliche Voraussetzungen, die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie aktuelle Förderprogramme. Abgerundet wird die Tagung durch eine begleitende Produktausstellung, in der vor allem kleine KWK-Anlagen verschiedener Hersteller präsentiert werden. Die Tagung richtet sich insbesondere an das Fachhandwerk sowie Ausbilder und Berufsschullehrer. Aber auch Energieberater, Planer und sonstige an KWK interessierte sollen sich durchaus angesprochen fühlen.

Die Fachtagung 2011 verfolgt vier spezifische Zielsetzungen:

1) Überblick über Stand der Technik und Markteinführung geben!
Nach jahrelangen zögerlichen Entwicklungen kommen nun verstärkt Mikro-KWK-Anlagen auf den Markt. Namhafte Hersteller beginnen in diesem Jahr mit dem Vertrieb ihrer BHKW-Produkte. Die Entwicklung der Brennstoffzellen-Heizgeräte ist mittlerweile fortgeschritten. Vor diesem Hintergrund soll innerhalb der Fachtagung ein Überblick über den Stand der Entwicklung der Gerätetechnik gegeben und Informationen aus erster Hand seitens der Hersteller vermittelt werden:
Welche Produkte sind im Markt verfügbar?
Welche Anforderungen stellen die Hersteller an das Handwerk?
Was für Erfahrungen wurden gemacht?
Wie binden die Hersteller das Handwerk in ihre Vermarktungsstrategien ein?

2) Arbeits- und Geschäftsprozesse bei KWK-Anlagen bekannt machen und vermitteln!
Für das Fachhandwerk sind die Arbeits- und Geschäftsprozesse im Umgang mit KWK-Anlagen zentral. Es handelt es sich um komplexe Kundenaufträge, an deren Umsetzung i. d. R. verschiedene Berufsgruppen beteiligt sind. Dies geschieht in Orientierung an der bekannten und anerkannten Struktur von Kundenaufträgen.

3) Lern- und Lehrmittel für die Aus- und Weiterbildung für KWK-Anlagen benennen und vorstellen!
Für die Umsetzung der Inhalte und Themen der Arbeits- und Geschäftsprozesse beim Umgang mit KWK-Anlagen haben Lehrkräfte einen Bedarf an Materialien und Medien. Da es bereits eine Reihe von Initiativen und Aktivitäten zur Entwicklung von Aus- und Weiterbildungsmaterialien gibt, werden die Ergebnisse und Produkte dieser Bemühungen bei der Tagung vorgestellt und angeboten.

4) Strukturen der Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung konzeptionell und organisatorisch an Entwicklungen anpassen!
Die Berufe sind traditionell entstanden und gewachsen. Die Forderung „alles aus einer Hand“ ist bei komplexeren und größeren Kundenaufträgen nicht so leicht einlösbar. Fachkräfte kommen an die Grenzen der Vielzahl der dafür erforderlichen Qualifikationen. Abstimmungen, Absprachen, organisatorische Lösungen zwischen Berufen und Gewerken sind zunehmend erforderlich. KWK kann dafür als ein gutes Beispiel gelten. Am Thema KWK kann exemplarisch geprüft werden, welche organisatorischen und sonstigen Entwicklungen demgemäß in Betrieben, Berufsschulen und Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten verfolgt werden sollten.



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