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9. Bundesweite Fachtagung Versorgungstechnik
Energiewende mit Mikro-KWK – Herausforderung für das Fachhandwerk und die Berufsbildung
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Anlass
Das Thema Energieeffizienz rückt verstärkt ins öffentliche Bewusstsein, denn die Energiewende ist ein viel beachtetes Thema. Sie betrifft Hausbesitzer, Gewerbetreibende sowie Mieter von Wohnimmobilien gleichermaßen.
Unstrittig ist die Forderung, die Energieeffizienz zu steigern. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bezeichnet die gleichzeitige Gewinnung von elektrischer Energie und nutzbarer Wärme. Die KWK stellt auf der Energieerzeugungsseite nachweislich die bedeutendste Technologie zur Effizienzsteigerung dar. Angesichts begrenzter Rohstoffvorräte, steigender Energiepreise und vereinbarter Klimaschutzziele ist die optimale Brennstoffausnutzung fossiler und erneuerbarer Energieträger mittels innovativer KWK-Technologien mehr denn je geboten.
KWK-Anlagen sind inzwischen für jede Größenordnung am Markt verfügbar. Sie reichen von großen Heizkraftwerken für Fernwärme bis zu Klein- und Mikro-Blockheizkraftwerken für Gewerbe, Wohnungswirtschaft und der privaten Hausheizung. Verschiedene Produkte sind bereits seit vielen Jahren erfolgreich auf dem Markt. Andere, insbesondere neue Anlagen geringer Leistungsgröße, stehen unmittelbar vor der Markteinführung.
KWK bewegt zurzeit auf verschiedenen Ebenen:
- Durch die Entwicklung neuer, kleiner Module werden neue Marktsegmente erschlossen, große Stückzahlen könnten erreicht werden, spezifische Kosten werden sinken. Die Hersteller sind auf eine solche Entwicklung vorbereitet.
- Der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung benötigt Gewerke übergreifendes Arbeiten, die klassischen Bereiche Wärme und Strom werden gleichermaßen berührt.
- Eine Steigerung der Energieeffizienz benötigt Systemkompetenz, im Kleinen wie im Großen.
- Die sich aus der dezentralen Stromversorgung mit KWK-Anlagen ergebenden Möglichkeiten für die Energieversorgung müssen genutzt werden (virtuelle Kraftwerke).
Daraus leiten sich Veränderungen für das Heizungs- und das Elektrohandwerk ab, die sowohl auf der inhaltlichen Ebene als auch im Berufsbildungsbereich ergriffen werden müssen.
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© 2003-2012 Arbeitskreis Versorgungstechnik
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