Thema des Monats März 2003
Qualifizierungsoffensive für Meister, Betriebsinhaber und Gesellen – ein Semninarangebot des Fachverbandes SHK Niedersachsen



Immer wieder wird unseren Betrieben vorgehalten, dass sie ihre Lehrlinge ungenügend ausbilden und sie hierdurch ein großes Potenzial verschenken. Die Kritik betrifft hauptsächlich die mangelnde Motivation und Selbständigkeit, ungenügende Leistungen sowie falsches Verhalten dem Kunden gegenüber. Unsere Lehrlinge können jedoch effektiver, fachlich besser und motivierter arbeiten - wenn sie entsprechend angeleitet werden! Anhand einer richtigen Vorgehensweise lassen sich die meisten der angeführten Nachteile beheben.

Hierfür hat der Fachverband SHK-Niedersachsen gemeinsam mit der Forschungsgruppe Praxisnahe Berufsbildung ein entsprechendes Schulungskonzept entwickelt. Dieses Schulungskonzept, das mit ausgewählten SHK-Betrieben bereits erfolgreich erprobt wurde, hat das Ziel, die Ausbildungsbetriebe so zu unterstützen, dass die Lehrlinge bereits schon nach kurzer Zeit ihre Kostenschwelle erreichen. Zudem ergeben sich weitere positive Effekte, wie eine hohe Kundenzufriedenheit durch die Lehrlingsarbeit, eine Senkung der Ausbildungskosten und gleichzeitig die Erhöhung der Ausbildungsqualität. Das Schulungskonzept richtet sich an Betriebsinhaber und Gesellen, die hier für eine auftragsorientierte Ausbildung fit gemacht werden. Der Ablauf der Qualifizierungsmaßnahmen orientiert sich dabei an modernen Formen der Fort- und Weiterbildung (siehe Abbildung).


Nach einer ersten Schulungsphase, in der das grundlegende Wissen für eine auftragsorientierten Ausbildung vermittelt wird, erhalten die Teilnehmer praktische Aufgabenstellungen zur Umsetzung des Lernens im Kundenauftrag in ihrer betrieblichen Praxis.

Die zweite Schulungsphase beinhaltet das Aufarbeiten der Praxiserfahrungen und bietet nach Bedarf berufspädagogische Vertiefungen zum Lernen im Kundenauftrag an. In der folgenden zweiten Praxisphase erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Erfolge in der Praxis zu bestätigen und zu erweitern. Den letzten Schliff für eine Ausbildung mit ForMat bekommen die Teilnehmer in der abschließenden dritten Schulung.

Drei Schulungsphasen wechseln ab mit Praxisphasen

Die Qualifizierungsmaßnahme wird so angeboten, dass sie mit angemessenem Zeitaufwand zu bewältigen ist. Die Dauer der einzelnen Qualifizierungsbausteine ist dabei unterschiedlich: Während die erste Schulungsphase rund 6 Stunden umfasst, werden für die zweite und dritte Schulung jeweils ein Nachmittag benötigt. Die dazwischen geschalteten Praxisphasen umfassen jeweils einen Zeitraum von ca. 6 Wochen. Also ausreichend Zeit, um erste Erfolge zu realisieren. Zur Sicherstellung des Praxiserfolges stehen qualifizierungsbegleitende Angebote bereit, die den Teilnehmern insbesondere in den Praxisphasen Unterstützung und Hilfestellungen geben. Diese Angebote reichen von einer "Telefonhotline" bis hin zu einem "internetgestützten Service".

Aus der Praxis für die Praxis

Bei der Entwicklung des Schulungskonzepts "Ausbildung mit ForMat" waren nicht nur Experten aus Hochschule und Wissenschaft beteiligt, sondern von Anfang an auch Gesellen, Meister, Ausbilder und Lehrkräfte aus dem SHK-Handwerk, die auch selber den Qualifizierungsprozess durchlaufen haben und als Co-Referenten die Qualifizierungsmaßnahme mitgestalten. Damit ist sichergestellt, dass die Schulungsinhalte praxisbezogen vermittelt und angeeignet werden können.

Die Teilnahme ist in 2003 noch kostenlos - Melden Sie sich an!!!

Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) bis Ende 2003 gefördert, so dass die Qualifizierungsmaßnahme noch – bis auf weiteres – kostenlos angeboten werden kann. Weitere Informationen durch Herrn Bunk, Tel.: 0511 / 879 73 20.

Sollten Sie weitere Informationen zur "Ausbildung mit Format" wünschen oder an der Qualifizierung teilnehmen wollen, schicken Sie bitte eine Email an Michael Sander.

Autor: Michael Sander

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